Bericht zur Führung im Wasserwerk Weiler + Anmeldung Besuchertermin Mo. 19.08.

+++ UPDATE 11.07.2024: +++
– Für unseren Besuch am 19.08.2024 sind 11 von 25 Plätzen frei

Woher kommt das Wasser aus unserem Hahn? Wie wird Wasser zu Trinkwasser aufbereitet?

Am 23.10.2023 hat der Bürgerverein Heimersdorf & Seeberg-Süd eine Führung für Kinder bei der Wasserschule Köln im Wasserwerk Porz-Westhoven bekommen. Wasserwerk-Führungen für Kinder finden nur in Porz statt weil es dort spezielle Schul- und Lernräume gibt, zum bildreichen Bericht siehe hier.

Der Ausflug war so aufschlussreich und spannend, dass wir uns lange um einen Termin auch für Erwachsene in unserem Wasserwerk in Weiler bemüht haben, welcher endlich am 17.06.2024 wahr wurde. Vorweg sei so viel verraten, ein Besuch im Wasserwerk Weiler ist absolut empfehlenswert!

Empfangen und durch das Wasserwerk geführt hat uns Frau Raffaela Pochiero, Kommunikationsmanagerin der Rheinenergie. Dabei hat Sie geduldig und sehr gerne unsere vielen Fragen beantwortet. Los ging es auf dem Außengelände wo die Historie der Anlage und ihre Architektur erklärt wurde,  die von 1928 bis 1931 errichtet wurde.

Frau Pochiero (rechts) erklärt die denkmalgeschützte Architektur des Wasserwerks Weiler
Vorne mit grünen Deckel: Einer von 29 Brunnenschächten auf dem Gelände
Kreisförmiges kleines Gebäude in Bildmitte: Zugang zur ehemaligen Heberanlage zur Grundwasserförderung
Im Wasserwerk gab es im Foyer zunächst eine Sicherheitsunterweisung per Kurzfilm

Dann ging es in gelben Warnwesten weiter zum ersten wichtigen Modell, nämlich zum Prinzip der Rohwassergewinnung für das Wasserwerk Weiler. Hierbei handelt es sich um eine Versickerungsanlage mit Verdüsung.

Vorstellung des Modells der Versickerungsanlage mit Verdüsung

Dabei wird Uferfiltrat am Rhein entnommen, über Leitungen zu einer Verdüsungsanlage gebracht und das Sickerwasser anschließend über Brunnen aus ca. 40 Metern Tiefe als Rohwasser für das Wasserwerk gefördert.

Nahaufnahme der eingesetzten Versickerungsanlage mit Verdüsung

Das zweite Model zeigt wie im Wasserwerk Weiler Trinkwasser gewonnen wird. Dazu wird das von Sand, Erde und Kies gesiebte Brunnenwasser, das sogenannte Rohwasser, in große Behälter gepumpt, worin das Wasser durch Aktivkohle läuft. Das fertige Trinkwasser wird per Druckpumpen in Trinkwasserbehälter gepumpt und von dort bedarfsreguliert in die Leitungen Richtung der Haushalte gepumpt. Müssen Leitungen oder Aktivkohle gespült werden, wird Trinkwasser in umgekehrte Richtung in einen Behälter gepumpt.

Leuchtpanel zur Illustration - linker Behälter Trinkwassergewinnung - rechter Behälter Spülvorgang

Nun ging es in die Aktivkohle-Filterhalle des Wasserwerk Weiler …

… insgesamt 12 große Aktivkohle-Filterbehälter stehen hier.

Hier konnten wir gut sichtbar an den Trinkwasserbehältern die Leitungen aus dem Modell wiedererkennen, farblich markiert mit Pfeilen für die Flussrichtung für Trinkwasser bzw. Spülvorgang. Bei letzterer wird die Aktivkohle gereinigt, ihre Einsatzzeit verlängert.

Leitungen an einem Trinkwasserbehälter mit unterschiedlichen Flussrichtungen

Jeder Behälter hat ein Fenster mit Beleuchtung, durch das man auf die Aktivkohle schauen kann, durch die das Wasser gefiltert wird.

Fensterabdeckung von Trinkwasserbehälter 1 wird für uns abgenommen
Blick durch das Wasser auf die Aktivkohle

Nun ging es zum Trinkwasserspeicher direkt neben der Halle.

Trinkwasserspeicher rechts hinter der weißen Wand

Auch hier konnten wir durch zwei Fenster in den Speicher schauen.

Vorne in grau und hinten in grün zwei Schächte mit Blickmöglichkeit in den Trinkwasserspeicher
Blick durch den grauen großen Schacht, wo sich das Wasser bei ca. 1,9m spiegelt
Blick durch den höher gelegenen grünen Schacht auf die Wasseroberfläche
Probeentnahmestelle vom Trinkwasserspeicher der rund um die Uhr läuft damit keine Verkeimung entsteht

Nun hat jeder ein Probeglas der Rheinenergie bekommen welche wir später behalten durften.

Mit diesem Glas ging es dann zur Teststation wo wir Wasser in Qualität direkt ab Werk probieren konnten.

Eine von zwei Teststationen für je sechs Trinkwasserbehälter

Pro Trinkwasserbehälter kann man aus zwei Hähnen probieren, einmal das Rohwasser vor der Aktivkohlefilterung und einmal das Trinkwasser nach der Filterung. Am Wasserwerk Weiler haben wir das Glück dass bereits das Rohwasser Trinkwasserqualität hat.

Wasserhähne mit Nummer des Trinkwasserbehälters, jeweils mit Rein- und Rohwasser

Als letzte Station ging es zu einer von insgesamt sechs Druckpumpen, welche das Trinkwasser durch die Leitungen bis in die Haushalte pumpen.

Die Pumpen sind nicht nur extrem stark sondern auch extrem laut - Hörschutz ein Muss
Rechts in orange Pumpe 1 - durch das grüne Rohr links verlässt das Wasser das Wasserwerk Weiler

Nach etwas über 90 Minuten endete unsere Führung mit einem großen Applaus für Frau Pochiero. Uns allen hat es sehr gut gefallen, weshalb der Bürgerverein Heimersdorf & Seeberg-Süd e.V. umgehend nach einem zweiten aber vorläufig letzten Termin angefragt und bestätigt bekommen hat:

Mo., 19.08.2024, 14:00-15:30 Uhr

Gelber Hintergrund
  • Die Führung ist kostenlos und nur für Erwachsene.
  • Kinder dürfen laut Vorgabe der Rheinenergie nicht teilnehmen, auch nicht in Begleitung ihrer Eltern.
  • Einziges Kriterium ist dass Sie in Heimersdorf oder Seeberg-Süd wohnen, oder Mitglied im Bürgerverein sind.
  • Interessenten schreiben bitte eine Email mit ihren Kontaktdaten inkl. Handy-Nr. an info@bvh-koeln.de.

Hier noch das sehenswerte offizielle YouTube-Video der Rheinenergie welches kompakt in rund 2 Minuten durch das Wasserwerk Weiler führt.

Nun ein leider notwendiger dringender Aufruf. Wir brauchen neue Mitglieder die mitentscheiden und mitgestalten möchten. Nur mit mehr Mitgliedern können wir solche Veranstaltungen für die Bürgerschaft verfolgen:
Hier geht es zu der Seite mit allem weiterem rund um die Mitgliedschaft sowie dem Antragsformular

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die folgenden im Rahmen der DSGVO notwendigen Bedingungen müssen gelesen und akzeptiert werden: